23. Okt. 2017

Essen zuzubereiten war eine der wichtigsten Aufgaben der Urmenschen.

Der Alltag der Menschen in der Steinzeit bestand nur aus Jagen, Sammeln und Feuer machen? Bei Ausgrabungen in Süddeutschland haben Archäologen nun einige Funde gemacht, die eine ganz andere Seite der Urmenschen zeigen.

Knochenflöte aus der Steinzeit.
Bild: Universität Tübingen/H. Jensen

Wenn wir uns die Menschen aus der Steinzeit vorstellen, dann denken wir wohl meistens an kräftige Gestalten mit einer Keule oder einem Speer in der Hand. Statt einer Waffe scheint sich im festen Griff der Urmenschen aber auch öfter mal ein Musikinstrument befunden zu haben. So wurden von Archäologen in Süddeutschland drei Flöten gefunden, die mehr als 35.000 Jahre alt zu sein scheinen.

Bei der Herstellung dieser Instrumente sind die Steinzeitmusiker durchaus erfindungsreich gewesen. Eine der Flöten ist aus dem Armknochen eines Gänsegeiers gefertigt, während eine andere aus Elfenbein, also wohl aus dem Stoßzahn eines Mammuts, besteht. Die Fertigung aus Elfenbein ist insofern bemerkenswert, weil die Verarbeitung dieses Materials sehr viel handwerkliches Geschick erfordert hat. Anders als etwa die Knochen von Vögeln ist Elfenbein nämlich innen nicht hohl und musste deshalb erst aufwendig ausgehöhlt werden, damit später eine Melodie aus der Flöte erklingen konnte.