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Bunte Erde

Raubdinos aus Argentinien

Der Tyrannosaurus Rex, auch bekannt als T-Rex, zählt ohne Zweifel zu den bekanntesten Vertretern der riesigen fleischfressenden Raubdinosaurier. Der beeindruckende Name bedeutet soviel wie "König der tyrannischen Eidechsen!"

Raubdino T-Rex (Bild: Wikipedia/Charles R. Knight).Der T-Rex wurde bis zu 13 Meter lang und wog etwa 5 Tonnen. Viele Jahre glaubten Wissenschaftler, er sei der größte Theropode, den jemals unsere Erde gesehen hatte. T-Rex lebte in weiten Teilen Nord Amerikas. Doch schaut man weiter südlich nach Argentinien, muss der „König“ schon seit einiger Zeit seine Krone abtreten. Denn im Süden Argentiniens haben Paläontologen, also Wissenschaftler, die Lebewesen vergangener Erdzeitalter erforschen und nach Knochen und Fossilien suchen, Teile eines eines noch größeren Raubdinosauriers ausgegraben.

Giganten mit großem Appetit

Giganotosaurus lebte vor 95 Millionen Jahren. Für Ihn wären wir nur ein Häppchen gewesen (Bild: Museum König/SK).Die riesige Echse namens Giganotosaurus lebte vor etwa 95 Millionen Jahren in der Kreidezeit. Die Kreidezeit war das "Goldene Zeitalter" der Dinosaurier, in der sie den Höhepunkt ihrer Vielfalt und Häufigkeit erreichen konnten. Es war die bislang wärmste Epoche der Erdgeschichte. Für den auf zwei Hinterbeinen laufende Giganotosaurus wären die begeisterten Forscher wahrscheinlich alle nur ein Appetithäppchen gewesen.

 

Giganotosaurus-Skelett. Eine Begegnung mit ihm hätten wir höchstwahrscheinlich nicht überlebt (Bild: Museum König/SK).

Ganz ohne sie mit seinen dolchartigen Zähnen zu durchbohren, hätte er sie verschlingen können. Denn allein der Unterkiefer der riesigen Echse war unglaubliche 1,80 cm lang. Durch große fensterartige Öffnungen war sein Kopf jedoch nicht sonderlich schwer. Wenn  Giganotosaurus sein Maul aufriss, klappte er nicht nur seinen Unterkiefer nach unten, sondern warf gleichzeitig auch die Schnauze mit dem Oberkiefer nach oben. Schloss er sein Maul wieder und zog gleichzeitig den Kopf zurück, so wirkten seine  schmalen und scharfen Zähne im Fleisch der Beute wie Messer. Auf diese Weise konnte er große Fleischbrocken aus seinen Opfern herausreißen.

 

Ein Riese mit kurzen Ärmchen

Mit seiner Körperlänge von 14 Metern und einem Gewicht von 7 Tonnen war ein ausgewachsener Giganotosaurus noch größer als T-Rex
(Museum König/SK).

Mit seiner Körperlänge von 14 Metern und einem Gewicht von 7 Tonnen war ein ausgewachsener Giganotosaurus noch größer als T-Rex. Durch seine Größe hatte er einen sehr großen Fleischbedarf. Gab es kein frisches Fleisch, so hat er sicher auch Aas nicht verschmäht. Auf Grund seiner Masse konnte Giganotosaurus nicht schnell rennen, er musste seine Beute behutsam verfolgen. Da seine Beute ebenfalls langsam war, war dies für ihr aber kein Problem.

 

Die kurzen Ärmchen waren im Vergleih zum massigen Körper sehr klein (Bild: Museum König/SK).

Auffällig an Giganotosaurus sind die kleinen Arme, die zum Beutegreifen ungeeignet waren. Dinoforscher vermuten, dass er sich im Liegen ausruhte und die Ärmchen ihm danach beim Aufstehen halfen.

Auch der

Etwas kleiner, jedoch mindestens genauso gefährlich war ein Argentinier mit einem etwas kuriosen Namen: Karnotaurus,  zu Deutsch: „Fleischfressender Stier“. Seinen wissenschaftlichen Namen trugen ihn zwei knöcherne Hörner zwischen den Augen ein. Sein Kieferapparat war ungewöhnlich kurz und gedrungen, weshalb er auch bisweilen liebevoll „Die Bulldogge“ genannt wird. Die Hörner mögen eine Rolle bei Rivalenkämpfen unter Karnotaurusmännchen gespielt haben, ähnlich wie man es von Huftieren kennt. Der Raubsaurier hatte noch kürzere Arme als Giganotosaurus. Auch bei ihm brauchten sich seine Gegner vor den kleinen Ärmchen kaum zu fürchten. Vielmehr galt es, dem schnappenden Riesenmaul zu entkommen.

iserundschmidt/SK